Egal um welche Art von Pfeffersprays es sich handelt, meist ist dieses mit zum Teil großen Schmerzen verbunden. Wir erklären genau, wie Ihr nach einer Pfefferspray-Attacke richtig vorgehen könnt, welche Maßnahmen wirklich helfen, um eine rasche Schmerzlinderung herbeizuführen.  

Erste Hilfe bei Pfefferspray-Attacken:

In der Vergangenheit hatte ich öfter das Vergnügen einige der gängigsten Peffersprays als Schulungsleiter, im Selbsttest, oder auch im Einsatz zu testen. 

Egal um welche Art von Pfeffersprays es sich handelt, meist ist dieses mit zum Teil sehr großen Schmerzen verbunden. Um möglichst rasche Schmerzlinderung zu erfahren, versuche schnellstmöglich Deine Augen mit Wasser zu spülen. Hierfür gibt es es eigene Augenduschen oder Wassersprays. Auch können mit Wasser getränkte Mullbinden zu einer schnelleren Schmerzlinderung verhelfen.

Versuche Deine Augen offen zu halten, auch wenn es dir schwer fällt. Nur so kannst Du mit den genannten Hilfsmitteln rasche Schmerzlinderung erreichen.

Wichtig:
Nach geltendem Recht bist Du auch verpflichtet, dem Angreifer nach erfolgreicher Notwehr oder Nothilfe Erste-Hilfe zu leisten. Die Rettungskette in Bewegung setzen ist empfehlenswert. 

Bei Großveranstaltungen, Konzerte etc. wird Dir hoffentlich ein gut geschulter Mitarbeiter der Security oder des Ordnungsdienstes weiterhelfen bzw. Erste-Hilfe leisten bis der Rettungsdienst übernimmt.

Erfahrene Sicherheitsfirmen sollten das richtige Equipment dafür im Einsatzrucksack oder zumindest in der Einsatzzentrale vor Ort haben.

Sollte es zu einer Pfefferspray Einsatz im geschlossenen Räumen kommen, empfehlen wir Dir, diese rasch aber geordnet zu verlassen, um weitere mögliche Beteiligte nicht zu verletzen. Bei angelegten Evakuierungen durch Fachpersonal gilt ebenfalls Ruhe bewahren und Anweisungen folge zu leisten. 

 Erste-Hilfe Möglichkeiten bei Pefferspray-Attacke:

  • Augendusche

Diese sind sehr einfach in der Handhabung. Einfach die dafür vorgesehene Schutzkappe entfernen und vorsichtig von der Nasenseite her ins Auge einlaufen damit die Flüssigkeit der Seite nach ablaufen kann und nicht ins andere Auge gespült wird. Durch diesen Vorgang werden die Reizstoffe neutralisiert und ausgespült. Wiederholt auf beiden Augen, wird dieser Vorgang eine schnelle Linderung der Beschwerden herbeiführen. 

Beachte:

Den Kopf immer in die Richtung drehen, in dem auch das Wasser fließt, direkt weg vom Körper.

  •  Spray mit Wasser gefüllt (Erste-Hilfe Spray)

Dieses patentierte Erste-Hilfe Spray wurde speziell zur sterilen Augen- und Wundreinigung sowie Schmerzlinderung nach dem Einsatz von Pfeffersprays oder anderen Reizmitteln entwickelt. Ähnlich wie bei der Augendusche ist es hier genauso wichtig, den Kopf noch unten zu beugen, um auch hier den Kopf in die Richtung drehen, wo das Wasser vom Spray runterfließt. Wiederholte Anwendungen werden auch bei dieser Methode Linderung der Beschwerden herbeirufen. 

  • Mullbinden mit Wasser getränkt

Zählt eher als Notlösung, sollte nichts brauchbares zur Hand sein.Einfach herkömmliche Mullbinden aus dem Verbandskoffer oder Ähnliches entnehmen und diese mit kaltem Wasser (Trinkwasser vom Vorteil) tränken. Vorgang genauso wie bereits bei Augendusche oder Erste-Hilfe Spray erläutert. Die Mullbinden dienen als Wasserspeicher. Wenn möglich mehrere vorbereiten.


Wir empfehlen dennoch, nach solchen Erlebnissen einen Termin beim Hausarzt oder Augenarzt in Anspruch zu nehmen.

Tipp für Sicherheitsmitarbeiter:

Es sollte zur jeweiligen Vorfeld-Einsatzbesprechung gehören, dass Du Dich selbst und persönlich davon überzeugst, ob und welche Rettungshilfsmittel zur Verfügung stellen. Noch erfolgsversprechender wird es, wenn das vorhandene Team gut geschult sowie richtig aufgestellt ist.

Unsere Empfehlungen diesbezüglich: 

 

 

 

 

 

 

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